Frank Göllmann
Colourfalls · Liquid crystals

Mainz 1994, H. Schmidt-Verlag, 175,- DM

ISBN 3-935574-02-9

Original-Materialbild auf dem
Leinen-Einband des Buchdeckels
inkl. CD

Preis der schönsten Leinenbände 1994

Ein Kunstbuch stellt die Anstrengung dar, Kunst so authentisch wie möglich zu dokumentieren. Angesichts der Kunst Frank Göllmanns ist dies ein fast sisyphusisches Unterfangen.

Göllmann kreiert 'Skulpturen', die alle sinnlichen Wahrnehmungs- und Ausdrucksebenen des Menschen konkret und unmittelbar zu einem Ganzen verbinden möchte.

Er malt mit gestaltetem Licht (Videobeamer), setzt seine Bilder in einen Dialog mit Klängen - Fundstücke aus der Realität sowie aufwendige Kompositionen -, projiziert diese Artefakte in die je vorgegebene Architektur oder den urbanen Lebensraum der Menschen und bezieht als konzeptionelles Highlight die Natur greifbar real mit ein - zum Beispiel in Form von großformatigen Wasserfällen.

Mit anderen Worten: Der Mensch im Spannungsfeld von Natur, Technik und Kunst steht im Mittelpunkt von temporären Installationen, die im Medium Kunst Positionen befragen, die in der Realität dringendst als Antworten benötigt werden.

Das aufwendig gestaltete Buch versucht dieser Komplexität mit den ihm eigenen Mitteln gerecht zu werden. Die Musik wird mit Notationen ebenso dokumentiert wie als sinnliches Erlebnis auf CD gepresst.

Die sequentiellen Abbildungen und ein die Grundlagen sowie Erscheinungen gleichermaßen erläuternder Text möchten einen Blick auf diese eigenwillige Kunst freigeben.

Ein originales Wasserfall-Motiv auf jedem einzelnen Buchdeckel führt die bibliophile 'Tradition' unserer Editionen fort.






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